Wochenende für Klimagerechtigkeit in Brunsbüttel und Hamburg beginnt

30.07.21
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Aktionen sind Teil eines globalen Aktionstages - Ende Gelände verkündet Anreisestopp im Camp Brunsbüttel 

Von Ende Gelände

Als Teil des globalen Aktionstages des Bündnisses „Shale must fall“ beginnt heute in Brunsbüttel und Hamburg mit über 2000 Aktivist:innen von Ende Gelände ein Wochenende des zivilen Ungehorsams gegen LNG-Infrastruktur und Klimakolonialismus. Zeitgleich finden in Südamerika, Nordamerika und Europa in 13 Ländern 23 Aktionen gegen Fracking statt. Die Aktivist:innen kritisieren Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung durch Fracking-Unternehmen. Diese führen vor allem in Ländern des globalen Südens und Gebieten von indigenen Communities in den USA und Kanada zu schweren Erkrankungen und Todesfällen.

Llanquiray Painemal, eine Community-Aktivistin der Mapuche, spricht über die Folgen von Fracking für indigene Gemeinschaften in Vaca Muerta, Argentinien: „Christina wurde durch Fracking ermordet. Sie hatte seit 2010 gegen Fracking gekämpft und starb an einer Atemwegserkrankung. Wir haben unsere Umwelt immer geschützt. Wir lehnen die Art von zerstörerischer „Entwicklung“ ab, die der Globale Norden uns aufzwingen will.“

Aufgrund des hohen Risikos von Grundwasserkontaminationen und Erdbeben wurden in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern Fracking verboten. Gleichzeitig wird in Europa immer mehr Fracking-Gas importiert [1]. Aufgrund des zunehmenden Ausbaus der LNG-Infrastruktur ist ein weiterer Anstieg der Importmengen absehbar.

„Für den wachsenden Gashunger der europäischen Industrie werden im Globalen Süden und in Gebieten von indigenen Communities in den USA und Kanada Lebensgrundlagen zerstört. Das schreibt die jahrhundertelange Geschichte des Kolonialismus weiter fort.“ so Elia Nejem, Sprecherin von Ende Gelände“. „Als Teil des „Shale must fall“-Bündnisses nehmen wir den weltweiten Gasausstieg in die eigene Hand.“

Für das Aktionscamp in Brunsbüttel hat Ende Gelände soeben einen Anreisestopp verkündet. Um den Schutz aller Beteiligten angesichts der Covid 19-Pandemie sicherzustellen, hat Ende Gelände ein umfassendes Hygienkonzept erarbeitet. Teil dieses Hygienekonzepts ist Begrenzung der Teilnehmenden auf 2000 Personen.
Dazu Joli Schröter, Pressesprecherin von Ende Gelände: „Wir sind überwältigt! Tausende Menschen setzen dieses Wochenende mit zivilem Ungehorsam ein deutliches Zeichen gegen Frackinginfrastruktur und Kolonialismus.“

Für das Wochenende hat Ende Gelände Aktionen gegen den Bau des geplanten Fracking-Gas-Terminals Brunsbüttel und Gasinfrastruktur angekündigt. Mit den Aktionen in Brunsbüttel und Hamburg wendet sich das Klimagerechigkeitsbündnis auch gegen neokoloniale Strukturen.







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