Weltdrogentag: Regulierung und Hilfe statt Verbote und Strafe

25.06.21
SozialesSoziales, Politik, News 

 

„In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Drogentoten in Deutschland stark angestiegen. Starben im Jahr 2011 knapp unter tausend Menschen am Konsum illegaler Drogen, so waren es im Pandemiejahr 2020 bereits 1.581 Personen. Zwar sind in dieser Zeit schadensreduzierende Maßnahmen ausgebaut worden, das kann aber die Entwicklung, dass immer mehr Menschen am Konsum illegaler Drogen sterben, offensichtlich nicht aufhalten. Dies zeigt, dass drogenpolitisch weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen“, erklärt Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Weltdrogentag am 26. Juni. Movassat weiter: 

„Andere Länder wie Portugal haben schon vor über 20 Jahren den Weg zur Entkriminalisierung eingeschlagen. Damit konnten sowohl die Zahl der Drogentoten als auch die HIV-Neuinfektionen drastisch gesenkt werden. Auch in Deutschland müssen wir weg von der Prohibitionspolitik. Menschen, die von Drogen abhängig sind oder problematische Konsummuster aufweisen, brauchen keine Strafe, und ihnen helfen auch die Drogenverbote nicht – ganz im Gegenteil. Und Menschen, die einen Feierabendjoint rauchen, dürfen nicht länger kriminalisiert und zum Kaufen auf dem Schwarzmarkt gezwungen werden. Der Zugang über den Schwarzmarkt bedeutet für alle Konsumenten, dass sie stets Gefahr laufen, überdosierte, gemischte, verunreinigte oder aufgepeppte Substanzen zu konsumieren. Die Prohibition richtet hier immensen Schaden an. Und somit schaden den Drogenkonsumenten vor allem diejenigen Politiker, die an der Verbotspolitik festhalten. DIE LINKE fordert daher einen Neustart in der Drogenpolitik: mit dem Ausbau schadensreduzierender Maßnahmen, einer Entkriminalisierung aller Drogenkonsumenten und einem regulierten Zugang zu den Substanzen.“







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