»Wohin mit dem Bauschutt« - DIE LINKE kritisiert das Vorgehen des MILIG im Rahmen des Raumordnungsplans

29.06.21
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von DIE LINKE. Rendsburg-Eckernförde

Rendsburg. Bereits seit 2018 sucht das Land Standorte für eine Deponie der Klasse eins. Nachdem bereits Gutachten zur Nutzung des Kiesabbauwerkes in Gammelby, nahe der B76, in Auftrag gegeben worden waren, leitete das MILIG ein Raumordnungsverfahren ein; in diesem Rahmen wird der Standort als Option verworfen. Den sozialen Medien und der Presseberichterstattung war in diesem Kontext jüngst zu entnehmen, dass nun das Areal des ehemaligen Kieswerkes der Firma Glindemann in Langwedel als eine von wenigen möglichen Optionen gehandelt wird.

»Ich empfehle allen Interessierten, sich einmal beispielhaft Satellitenfotos im Internet anzuschauen und den Standort in Gammelby mit dem in Langwedel zu vergleichen. Die eine Stelle ist ein durch den derzeit noch betriebenen Kiesabbau geprägte, kahle Stelle in der Landschaft – die andere ein mit Fördermitteln renaturierter Lebensraum für Pflanzen und Tiere«, so Anissa Heinrichs, Kreissprecherin der Linken in Rendsburg-Eckernförde. »Selbstverständlich kann ich das weder geologisch noch hydrologisch beurteilen; auf den ersten Blick ist es jedoch völlig unverständlich, natürliche Rückzugsräume zu zerstören, um dort Bauschutt zu lagern.«

Auch in Gammelby regte sich zuletzt Widerstand gegen die ursprünglich dort geplante Deponie. Angeführt wurde unter anderem auch die potenzielle zusätzliche Belastung der B76 in der touristisch geprägten Region im Eckernförde. »Natürlich ist niemand begeistert, wenn in der eigenen Region eine Abfalldeponie entstehen soll – das ist mehr als verständlich. Genau deswegen ist es notwendig, alle Optionen eingehend zu prüfen, die Ergebnisse transparent und verständlich zu veröffentlichen und vor einer Entscheidung ergebnisoffen und öffentlich zu diskutieren.«, so Kreissprecher Sebastian Heck. »Dass jedoch ausgerechnet der Standort im Wahlkreis von Herrn Ministerpräsident Günther nun für Dritte nicht nachvollziehbar aus der Auswahl gedrängt wird, wirft zumindest Fragen auf.«

DIE LINKE plädiert dafür, dass durch das MILIG öffentlich nachvollziehbar dargelegt wird, nach welchen Gesichtspunkten der Standort in Langwedel ausgewählt wurde und dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass der weitere Prozess durch die Kontrolle der Presse begleitet werden.

 







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